Zwerg Welsumer

Herkunft
Welsumer Hühner entstanden in Holland (u. a. in
Welsum) und wurden 1919 in Holland als Rasse anerkannt und dann auch nach Deutschland eingeführt. Die Zwerg-Welsumer wurden ab 1935 aus den großen Welsumer Hühnern erzüchtet. Erst nach dem Krieg, 1947 wurden sie als Rasse anerkannt, die Musterbeschreibung für den Rassestandard wurde 1957 verbindlich festgelegt. Zunächst war es nur der Farbschlag „rost-rebhuhnfarbig“, der bis heute am verbreitetsten ist. 1969 kamen die „orangefarbigen“, 1998 die „silberfarbigen“ und 2009 die „blau-rostrebhuhnfarbigen“ dazu.

Eigenschaften

Anfangs waren es die großen, braunen Eier, wegen derer die Welsumer und später auch die Zwerg-Welsumer gezüchtet wurden. Es handelt sich um Zwiehühner, also gute Legeleistung und ansprechende Fleischqualität. Welsumer sind robust, wetterhart, zutraulich, reifen aber eher langsam und beginnen erst nach sechs Monaten mit dem Eierlegen.

Rassemerkmale

Wichtigste Merkmale sind die je nach Farbschlag festgelegten Zeichnungsmerkmale, dazu walzenförmiger Körperbau, tiefe, gewölbte Brust, langer Rücken, gelbe Beine und orange Augen. gleichförmiger Kämme. Hähne sollen 1200g wiegen, Hennen bis 1000g. Man sieht aber immer mehr Tiere, die größer und schwerer sind. Bruteier sollen mindestens 45g wiegen, die Hennen legen aber oft Eier bis 60g.

Verbreitung

Rost-rebhuhnfarbige Zwergwelsumer werden in Deutschland von über 2000 Züchtern gezüchtet, orangefarbige von ca. 140, silberfarbige von ca. 50 Züchtern. Damit sind sie in ihrem Bestand nicht bedroht.